Anleger strafen Seltene Erden-Produzent Lynas ab | Institut für Seltene Erden und strategische Metalle e.V.

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Anleger strafen Seltene Erden-Produzent Lynas ab

Gastautor: Björn Junker

|  07.05.2014, 12:39  |  1434 Aufrufe  |    |  druckversion

Die Anleger strafen den australischen Seltene Erden-Produzenten Lynas (WKN 871889 / ASX LYC) ab, nachdem dieser eine langerwartete Finanzierung zur Aufbesserung seiner Bilanz bekannt gab. Das Unternehmen hatte angekündigt, insgesamt 40 Mio. Dollar an frischem Kapital aufzunehmen und damit den kurzfristigen Betriebskapitalbedarf decken zu wollen.

 

Eine Nachricht, die der Markt heute mit einem Minus von 10% auf 13,5 Cent pro Aktie quittierte, da der Kurs der Finanzierung einen Abschlag von 17,5% auf den durchschnittlichen Kurs der fünf Tage bis zum 27. Mai betragen wird.

Lynas-CEO Eric Noyrez erklärte, das Unternehmen benötige das Kapital, da man dabei sei, die Leistung der Verarbeitungsanlage in Malaysa hochzufahren. Lynas sei an einem entscheidenden Punkt zwischen der Aufnahme der Produktion und dem Erreichen der geplanten Kapazität der Anlage, so Noyrez.

Er fügte hinzu, dass die operativen Probleme auf der Anlage in Malaysia aus dem vergangenen Jahr behoben seien und dass die größte Herausforderung für das Unternehmen nun sei, die Produktion fortzusetzen und das Produkt mit einem Aufschlag zu verkaufen.

Lynas teilte zudem mit, dass man Nomura Australia engagiert hat, um Bedingungen eines Kredits mit dem in Japan ansässigen Firmen Sojitz und JOGMEC anzupassen. Dabei soll der aktuelle Rückzahlungsplan durch eine einzige Rückzahlung des gesamten Kredits im Juni 2016 ersetzt werden. Der erfolgreiche Abschluss dieser Transaktion erklärte Lynas, werde das Finanzprofil des Unternehmens weiter stärken, da man dann aus Produktion und Absatz Cashflow aufbauen könne.

Der Markt hat die erwartbare Finanzierung wohl nun eingepreist – die Aktien haben seit Ende Februar rund die Hälfte an Wert verloren. Analysten hatten schon damals vorausgesagt, dass Lynas wohl die im Januar fällige Zahlung an Sojitz leisten können werde, für weitere Rückzahlungen aber wohl eine Kreditfinanzierung oder Kapitalerhöhung nötig sei.

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